Über uns Geschichte

Ehepaar Samuel
03.06.1932

Offizielle Stiftungsgründung

Der 3. Juni 1932 ist der offizielle Geburtstag der Hedwig und Robert Samuel Stiftung. An diesem Tage genehmigt das preußische Staatsministerium die Stiftung auf Basis der eingereichten Gründungsurkunde und Stiftungsatzung und setzt damit den zur Stiftungsgründung letzten notwendigen formalen Akt. Hedwig und Robert Samuel haben die Gründung der Stiftung testamentarisch verfügt. Initiiert wird der Gründungsprozess von den Testamentsvollstreckern, drei jüdischen Kaufleuten und Freunden Robert Samuels nach dessen Tod im Jahr 1931. Die drei bilden auch den ersten Vorstand der Stiftung, müssen dieses Amt aber Ende der dreißiger Jahre auf nationalsozialistischen Druck hin niederlegen. Als Stiftungskapital bestimmten die Samuels das Büro- und Geschäftshaus Königsallee 14 in Düsseldorf, das sogenannte Hohenzollernhaus, das der Stiftung bis zum heutigen Tag als Kapitalausstattung und Stammsitz dient.

1933 bis 1945

Erfolglose Zugriffsversuche verschiedener NS-Organisationen auf das sogenannte jüdische Kapital

Im dritten Reich fällt das schon damals enorm wertvolle Gebäude glücklicherweise nicht den Begehrlichkeiten der verschiedenen nationalsozialistischen Organisationen zum Opfer, da diese sich in ihrem Plan der Einverleibung der Immobilie gegenseitig blockieren.

Hohenzollhaus nach Bombenangriff
1942

Beschädigung des Hohenzollernhauses nach Luftangriff

Das Büro- und Geschäftshaus Königsallee 14 wird durch Brandbomben getroffen und der Dachstuhl zerstört; die Bausubstanz des Gebäudes bleibt jedoch erhalten.

1976

Tod Hedwig Samuels

Hedwig Samuel stirbt mit 82 Jahren.

Gallberg
1977 bis 1986

Betätigung als Förderstiftung und Unterstützung von Projekten in Düsseldorf

In diesem Zeitraum unterstützt die Stiftung hauptsächlich soziale Projekte in Düsseldorf; unter anderem erfolgen Spenden für Verbesserungsmaßnahmen in den Altenheimen der Stadtteile Gallberg und Flehe.

Sanierung des Hauses - Bau Dachstuhl
1980 bis 1983

Sanierung des Büro- und Geschäftshauses Königsallee 14

In den ersten Jahren der gemeinnützigen Stiftungsaktivitäten wird ein Großteil der Stiftungserträge zur Kapitalbildung und der notwendigen, umfangreichen Sanierung des Gebäudes inkl. des Wiederaufbaus der im Krieg zerstörten Dachgeschosse benötigt. Nach Abschluss dieser Maßnahmen stellen die Mieterträge des Hohenzollernhauses bis heute die wichtigste Einnahmequelle der Samuel Stiftung dar.

1984

Eröffnung des Stiftungsbüros im Gebäude der Stiftung in Düsseldorf

Die Stiftung eröffnet ihr Büro im Hohenzollernhaus. Von hier aus werden ab sofort alle nationalen und internationalen Fördermaßnahmen koordiniert.

1985

Ausweitung der Förderaktivitäten

Ab Mitte der 1980er Jahre kann die deutsche und internationale Projektunterstützung ausgeweitet werden. Zu weiteren Projektförderungen in Düsseldorf kommt die Unterstützung von Organisationen im In- und Ausland hinzu. Die Kontakte zu in der Entwicklungszusammenarbeit tätigen Organisationen schärfen den Blick für die Probleme in den unterentwickelten Ländern und lenken den Fokus auf die Ausbildungsförderung als geeignetstem Mittel, um Menschen nachhaltig dabei zu unterstützen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Dies ist der Zeitpunkt, zu dem die Stiftung den Förderschwerpunkt zur operativen Projektarbeit hin verlagert und den Aktionsradius geografisch ausweitet. In relativ kurzer zeitlicher Abfolge entstehen ausländische Stiftungsrepräsentationen in verschiedenen Ländern. Bis heute hat die Stiftung in ihren eigenen Ausbildungsstätten rund 8.000 Jugendlichen zu einer qualifizierten Ausbildung verholfen.

1985/1986

Unterstützung der Organisation Menschen für Menschen

Die Stiftung leistet der von Karl-Heinz Böhm gegründeten Afrikahilfe finanzielle Unterststützung.

Kunststipendium
1986 bis 2006

Kunststipendien für Studierende der Düsseldorfer Kunstakademie

Die Stiftung vergibt bis zum Jahr 2006 jährlich Stipendien für wirtschaftlich bedürftige Studierende der Kunstakademie in Düsseldorf.

Van des Costa Rica Altersheim
1987

Gründung der Asociación Hedwig y Robert Samuel San José/Costa Rica

Dieses Jahr bildet den Auftakt für das unmittelbare internationale Engagement der Stiftung. Die Stiftung unterstützt als ein erstes Projekt eine Gesundheitseinrichtung sowie eine Altenhilfeeinrichtung in San Isidro sowie eine Schule in Pérez Zeledón/Costa Rica.

1989

Stiftungsniederlassung in Managua/Nicaragua

Die Stiftung unterstützt erste Projekte - ein Kinderheim, ein Gesundheitszentrum und eine Grundschule - in Nicaragua.

Straßenkinderprojekt
1989 bis 1996

Unterstützung eines Straßenkinder-Projektes der Dominikaner in San Salvador/El Salvador

Die Stiftung unterstützt den Vor- und Grundschulunterricht für Kinder einer Müllhaldenkolonie.

Kinder des Kinderheims in Costa Rica
1991

Errichtung zweier Kinderheime in San Isidro del General/Costa Rica

Die Stiftung errichtet zwei Häuser für verlassene und misshandelte Kinder und Jugendliche. Die "Albergues" wurden bis 2019 gemeinsam mit der costaricanischen Kinderschutzbehörde PANI geführt; Anfang 2019 übernahm PANI die alleinige Führung beider Häuser.

1991

Gründung der Hedwig und Robert Medical Foundation in Ebenebe/Nigeria

Die Stiftung plant den Bau eines Krankenhauses in Ebenebe, einer ländlichen Region in Nigeria.

1991

Beginn der Stiftungsarbeit in Indien

Wohnhaus Wersten
1991/92

Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses in Düsseldorf

Im Düsseldorfer Stadtteil Wersten erbaut die Stiftung ein Wohn- und Geschäftshaus mit 25 überdurchschnittlich ausgestatteten Sozialwohnungen als Beitrag für ein besseres Wohnen für sozial Bedürftige und nimmt das Gebäude in ihren Bestand auf.

Hilfsgütertransporte nach Rumänien
1990 bis 1992

Hilfsgütertransporte nach Rumänien

KiD Kinder von hinten
1992

Co-Gründung der gemeinnützigen Organisation Kind in Düsseldorf (KiD)

Gemeinsam mit zwei weiteren gemeinnützigen Organisationen gründet die Stiftung die stationäre Facheinrichtung für gewaltgeschädigte und missbrauchte Kinder „KiD“ in Düsseldorf und baut eine Kinderschutzabmulanz auf, die sie seither sehr erfolgreich gemeinsam betreiben.

Krankenhaus in Nigeria
1992

Bau und Eröffnung eines Krankenhauses in Ebenebe/Nigeria

Einweihung Ausbildungszentrum San José, Costa Rica
1992/1993

Förderprojekt Lomas de Cocorí in San José, Costa Rica

Die Stiftung finanziert die Renovierung und Erweiterung der Schule Lomas de Cocorí.

Einweihung Ausbildungszentrum in Managua/Nicaragua
1992/1993

Bau und Eröffnung eines Ausbildungszentrums in Managua/Nicaragua

Das erste stiftungseigene Berufsausbildungszentrum wird in Managua eröffnet.

Ausbildungszentrum in Indien Gruppenfoto
1993

Gründung des Samuel Foundation Charitable India Trust; Eröffnung eines Berufsausbildungszentrums in Neu Delhi/Indien

Nach erfolgreicher Gründung des rechtlich selbstständigen "Samuel Foundation Charitable India Trust" in Neu Delhi folgt bald darauf die Eröffnung eines Berufsausbildungszentrums in Nangloi/Neu Delhi.

Gesundheitsposten – „El Tepeyac”
1993 bis 2013

Förderprojekt Krankenstation El Tepeyac in Granada/Nicaragua

Die Stiftung finanziert die Sanierung der Krankenstation "El Tepeyac" aus eigenen Mitteln und saniert die Wasserversorgung in drei angrenzenden Gemeinden mit Fördermitteln des BMZ. Die Stiftung hat den Gesundheitsposten über einen Zeitraum von insgesamt 20 Jahren immer wieder unterstützt.

Krankenhaus in Ebenebe
1994

Erweiterung des Krankenhauses in Ebenebe/Nigeria

Das stiftungseigene Krankenhaus in Ebenebe wird erweitert um einen Gebäudetrakt sowie den Anschluss einer Krankenschwesternschule. Bis 2002 wird das Krankenhaus vollständig in die Verantwortung der örtlichen Partner übergeben.

Ausbildungszentrum in Neu Delhi/Indien
1995/1996

Eröffnung zweier weiterer Ausbildungszentren in Neu Delhi/Indien

Der Fokus der Stiftung in Neu Delhi konzentriert sich nunmehr auf die Berufsausbildung für die Textilindustrie. Diese wird in den beiden Zentren in Raghubir Nagar und Paharganj durchgeführt.

1996

Stiftungsniederlassung in San José/Costa Rica; Eröffnung eines Berufsausbildungszentrums in San José

Die Eröffnung des Ausbildungszentrums in San José - zu diesem Zeitpunkt noch in angemieteten Räumlichkeiten - stellt den Start der operativen Tätigkeit der Stiftung in Costa Rica dar.

Ausbildungszentrum in Havanna/Kuba
1997 bis 2007

Förderprojekt: Unterstützung von Ausbildungseinrichtungen in Havanna/Kuba

Über einen Zeitraum von zehn Jahren unterstützt die Stiftung eine Rettungsschwimmerschule, ein Ausbildungszentrum für Handwerksberufe und technische Lehrgänge sowie eine Ausbildungseinrichtung für Jugendliche aus den schwächsten Bevölkerungsschichten mit gezielten Infrastrukturmaßnahmen.

Ausbildungszentrums in San José, Costa Rica
1998/1999

Bau des stiftungseigenen Ausbildungszentrums in San José, Costa Rica

Das Berufsausbildungszentrum zieht um. Ab sofort wird die Ausbildung in San José im neu errichteten, stiftungseigenen Zentrum in San José durchgeführt, dem zweiten der Stiftung in Mittelamerika.

1999

Bauliche Erweiterung des stiftungseigenen Ausbildungszentrums in Managua/Nicaragua

Einweihung Erweiterung der Grundschule in Nicaragua
2000

Förderprojekt: Erweiterung der Grundschule El Divino Salvador in Bello Amanecer/Nicaragua

Die Stiftung führt die Erweiterung der Grundschule in Bello Amanecer westlich von Managua mit Fördermitteln des BMZ durch.

Gruppenfoto Eröffnung eines Stiftungsbüros in der Provinz Lampang/Thailand
2002

Eröffnung eines Stiftungsbüros in der Provinz Lampang/Thailand

In der thailändischen Niederlassung der Stiftung in Soem Ngang/Provinz Lampang werden Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung auf vielfältige Weise unterstützt. Im Laufe der Projekttätigkeit wird das Stiftungsbüro nach Chiang Mai verlegt.

2006

Offizielle Anerkennung der Samuel Stiftung in Thailand als internationale Entwicklungsorganisation

2008

Anerkennung der Samuel Stiftung als Internationale Hilfsorganisation in Nicaragua

Der nicaraguanischen Staat erkennt die Samuel Stiftung als "Misión Internacional" offiziell an.

2012 bis 2014

Sanierung und Restrukturierung des Hohenzollernhauses

Um die Stiftungserträge zu optimieren und langfristig zu sichern, werden die Büroflächen des Hauses auf der Königsallee 14 saniert und restrukturiert.

2012

Förderprojekt der Organisation Misión Hombres de Valor in Satipo/Peru

Die Stiftung unterstützt ein Projekt zur Drogenprävention in Peru.

Werkstatt Ausbildungszentrum in San José/Costa Rica
2015/2016

Renovierung und Erweiterung des Ausbildungszentrums in San José/Costa Rica

Ausbildungszentrum in Managua/Nicaragua
2016/2017

Renovierung und Erweiterung des Ausbildungszentrums in Managua/Nicaragua

2017

Beendigung des Projekts zur Ausbildungsförderung in Chiang Mai/Thailand

Das Projekt zur Ausbildungsförderung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen läuft mit Abschluss der letzten Betreuung eines Jugendlichen sowie dem Eintritt des Landesleiters in den Ruhestand aus.

Schauspielhaus Förderprojekt in Deutschland
2016 bis 2019

Förderprojekt Café Eden in Düsseldorf

Die Stiftung unterstützt das vom Schauspielhaus Düsseldorf initiierte Projekt "Café Eden" zur Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. Das "Café Eden" dient als Begegnungsort und Ort zur Sprachvermittlung für geflüchtete Menschen. In dem multikulturell besetzten Theaterstück "Deutschland. Ein Wintermärchen." frei nach Heinrich Heine findet die Kooperation mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus ihre Fortsetzung.

Büro- und Geschäftshaus
2020/2021

Errichtung des Bürogebäudes 100 Calle Blancos in San José/Costa Rica

Das Büro- und Geschäftshaus "100 Calle Blancos" wird auf einem Teilgelände des Ausbildungszentrums in San José errichtet. Es dient der Finanzierung aktueller und zukünftiger Projekte in der Region sowie der Verbesserung der Kapitalertragssituation der Stiftung.

2023/2024

Förderprojekt Hilfe für Opfer sexualisierter Gewalt in San José/Costa Rica

Die Stiftung unterstützt ein Projekt zur Rehabilitation für von sexueller Gewalt betroffener Frauen. Co-finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des EZ-Kleinprojektefonds des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).