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Costa Rica

22.01.2026 | Costa Rica

Kommunale Partnerschaften stärken Ausbildungsarbeit

Unsere Niederlassung in San José/Costa Rica hat die Zusammenarbeit mit kommunalen Akteuren gezielt ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen dabei Partnerschaften mit Gemeinden, die unsere Ausbildungsarbeit wirkungsvoll unterstützen und die Verankerung unserer Programme in der lokalen Gemeinschaft fördern. Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang die Kooperation mit der Verwaltung von Goicoechea, des Kantons, in dem sich auch das Ausbildungszentrum der Stiftung befindet. Im Rahmen dieser Partnerschaft beteiligen sich unsere Auszubildenden aktiv an Sozial- und Umweltprojekten im Kanton. Dazu zählen Säuberungsaktionen in verschiedenen Stadtvierteln, die Mitwirkung als Guides bei Bildungsangeboten zur Verkehrssicherheit für Kinder sowie die Unterstützung bei der Instandsetzung eines öffentlichen Kinderspielplatzes. Für ihr Engagement im kommunalen Netzwerk für soziale Unternehmensverantwortung wurde die Stiftung von der Verwaltung offiziell ausgezeichnet. Im Gegenzug unterstützt die Verwaltung Goicoecheas unser Ausbildungszentrum bei der Ansprache ausbildungssuchender Jugendlicher und junger Erwachsener. Sie ermutigt gezielt zur Bewerbung und Vertreter bleiben auch während der Ausbildungszeit wichtige Ansprechpartner für die Auszubildenden aus ihren Stadtteilen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Teilnahme der Stiftung am Netzwerk CONECTA MORAVIA, einer Initiative des Kantons Moravia zur Vernetzung von Gemeinschaftsprojekten, Organisationen und Unternehmen. In diesem Rahmen konnte die Stiftung ihr Bewerbungsverfahren für den Ausbildungsjahrgang 2026–2027 vorstellen. Rund 50 interessierte Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich direkt über unsere Bildungsangebote zu informieren und mit unserem Team ins Gespräch zu kommen. Bereits im letzten Jahr zeigte das Engagement der Verwaltung von Moravia konkrete Wirkung: Acht junge Menschen aus dem Kanton sind Teil des aktuellen Ausbildungsjahrgangs 2025–2026. Vertreterinnen der Kommune begleiten sie während ihrer Ausbildung kontinuierlich und unterstützen sie unter anderem mit Lernmaterialien. Diese kommunalen Allianzen leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Reichweite unserer Ausbildungsarbeit in Costa Rica. Zugleich eröffnen sie neue Zugänge zu lokalen Akteuren und stärken langfristig das Netzwerk der Stiftung vor Ort.

06.06.2024 | Costa Rica

Erfolgreicher Projektabschluss: Hilfe für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen

Mitte Mai feierte unsere Partnerorganisation in San José, Fundación Rahab, den erfolgreichen Abschluss von Qualifizierungskursen im Rahmen ihres Programmes „Rehabilitation und soziale Wiedereingliederung für von sexueller Ausbeutung und Gewalt betroffene Frauen“. In einer feierlichen Zeremonie erhielten die erfolgreichen Teilnehmerinnen an einem der angebotenen Koch-, Schneider-, Kosmetikkurse bzw. am Kurs Digitale Kompetenzen ihre Zertifikate. Die Kurse sollen den Frauen im Zusammenspiel mit psycho-sozialen Angeboten helfen, sich nach ihren traumatisierenden Erfahrungen eine neue Existenz aufzubauen. Seit Juli 2023 hat die Hedwig und Robert Samuel Stiftung ein Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere die Modernisierung von Schulungsräumen, Werkstätten und Computersystemen von Fundación Rahab, und zur Durchführung der oben genannten Kurse zur beruflichen Qualifizierung unterstützt. Die Abschlussfeier markierte gleichzeitig das Ende des zeitlich begrenzten Kooperationsprojekts für unsere Stiftung. Wir sind sehr froh und dankbar, die wichtige Arbeit von Fundación Rahab ein Stück weit begleitet zu haben und dazu beizutragen, dass betroffene Frauen und deren Kinder bessere Perspektiven für ihr Leben erhalten. Fundación Rahab setzt sich seit 25 Jahren aktiv gegen den Menschenhandel und alle Formen von Gewalt und Ausbeutung von Frauen und Mädchen ein. Die Co-Finanzierung des Projekts wurde aus Mitteln des EZ-Kleinprojektefonds des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bestritten.

29.05.2024 | Costa Rica

Ein Jahr als Freiwillige in Costa Rica

Seit zehn Monaten unterstützt Anna, eine deutsche Freiwillige, die Mitarbeitenden unseres Ausbildungszentrums in San José | Costa Rica. Zum einen hilft sie bei administrativen Aufgaben, zum anderen assistiert sie der Lehrerin im Englischunterricht und hilft den Auszubildenden unter anderem dabei, Wortschatz, Grammatik und Aussprache zu verbessern. Sehr sympathisch schildert Anna ihre Erfahrungen als Freiwillige in unserem Zentrum in Costa Rica: „Wenn ich mich morgens auf den Weg ins Klassenzimmer Nr. 4 zum Englischunterricht mache, schaue ich in 30 mir vertrauten Gesichter der Auszubildenden der Verwaltungsassistenz. Sie verbringen 21 Stunden pro Woche im Englischunterricht, wodurch ich sie von allen Auszubildenden am besten kenne. Direkt schallt mir 30mal ein fröhliches „Hi Anna!“ entgegen. Ich winke kurz und lächle während ich mich auf den Stuhl neben der Englischlehrerin setze. Heute sollen die Auszubildenden ein Rollenspiel verfassen und vorspielen. Sie schieben die Tische zusammen und fangen an sich auszutauschen. Ich setze mich zu einer Gruppe dazu und gebe ihnen Tipps, wie sie die Sätze besser formulieren können. Hinter mir höre ich meinen Namen und gehe zu einer anderen Gruppe, die mich fragt, wie man „comprehensive“ ausspricht. Als die Gruppe fertig ist, werde ich gefragt, wie Deutschland denn so ist und, ob mir Costa Rica gefällt. Im Gegenzug erfahre ich die Hobbys und Lieblingsorte der Auszubildenden. Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen sind die – im positiven Sinne – größten „Kulturschocks“ gewesen, als ich hier angekommen bin. Sowohl Kolleg*innen als auch Auszubildende haben mich direkt aufgenommen, wollten mehr über mein Leben erfahren und haben dabei über meine (damals wirklich ausbaufähigen) Spanischkenntnisse hinweggesehen. Die Freiwilligenarbeit gibt mir die Möglichkeit, junge Menschen in meinem Alter zu treffen und mehr über ihre Kultur, ihr Leben und ihre Sprache zu erfahren. Dadurch erhalte ich einen sehr besonderen Einblick in das Land aus verschiedenen Perspektiven. Außerhalb meiner Arbeit bei der Stiftung liebe ich es, mit Freunden durch das Land zu reisen und die kulturellen Unterschiede und die Lebensweise in den verschiedenen Regionen zu entdecken. Mit all den Erinnerungen und Begegnungen über die Monate meines Aufenthaltes spüre ich, wie Costa Rica langsam aber sicher zu einer zweiten Heimat für mich wird.“ Wir wünschen Anna noch viele schöne Erlebnisse während ihrer verbleibenden Zeit in Costa Rica und danken ihr herzlich für ihre Unterstützung!