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Indien

Stark durch Selbstverteidigung

Hedwig und Robert Samuel Stiftung

Delhi zählt als die gefährlichste Stadt Indiens, insbesondere für Frauen. Ein Drittel aller Gewaltverbrechen werden dort an Frauen begangen, so die aktuellen Zahlen des National Crime Records Bureau. Das indische Team der Samuel Stiftung ist daher sehr darum bemüht, dass sich die weiblichen Auszubildenden in ihrem Alltag sicher und stark fühlen und auf dem teils beschwerlichen und langen Weg zwischen ihrem Zuhause und dem Ausbildungszentrum keine Angst verspüren müssen.

In Kooperation mit der städtischen Polizei hat das Team der Samuel Stiftung in Neu Delhi daher ein Selbstverteidigungstraining für Frauen organisiert. Im Mai und Juni wurden an den beiden Ausbildungsstandorten Uttam Nagar und Garhi in zwei fünftägigen Kursen insgesamt über einhundert junge Frauen darin gecoacht, sich im Falle eines Angriffs zur Wehr zu setzen. In jeder Trainingswoche waren zwei Polizistinnen im Einsatz, um den Teilnehmerinnen verschiedene Handgriffe beizubringen, die im Notfall überlebenswichtig sein können. Die gemischte Gruppe der achtzig Frauen bestand hauptsächlich aus Auszubildenden der Samuel Stiftung, doch auch Viertelbewohnerinnen nahmen teil.

Die Trainings waren ein voller Erfolg. Alle Frauen fühlten sich nach ihrer Teilnahme bestärkt und selbstbewusster, so etwa die 19-jährige Auszubildende Riya: „Jetzt sind wir bestens vorbereitet, um uns sowohl finanziell abzusichern als auch physisch zu schützen. Wir haben nun die wahre Bedeutung und den Unterschied zwischen den Begriffen Freiheit und Befreiung verstanden.“ Im Anschluss an das Training präsentierten die Teilnehmerinnen stolz die neu erlernten Abwehrtechniken. Als Zeichen der Anerkennung erhielten alle achtzig Frauen ein Teilnahmezertifikat und ein Pfefferspray, um sich auf den Straßen Delhis zusätzlich zu den Verteidigungsgriffen sicherer zu fühlen. Die Sprays hatte der langjährige Unterstützer der Stiftung, Radnik Exports, gespendet. Neha Tewari, Leiterin der Samuel Stiftung in Indien, ist beeindruckt von dem Einsatz der Auszubildenden: „Man konnte an ihren Blicken ablesen, wie allgegenwärtig die Bedrohung für sie sein muss. Deshalb haben sie das Training auch so ernst genommen. In Anbetracht der steigenden Gewaltrate gegen Frauen in unserem Land werden wir diesen Kurs nun als festen Bestandteil in unser Ausbildungsprogramm aufnehmen und freuen uns, dass bereits neue Kooperationen entstehen, wie zum Beispiel mit der US-amerikanischen NGO Green Tara Project.“

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