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Indien

Samuel-Auszubildende zeigen soziales Engagement im Tihar Gefängnis

Hedwig und Robert Samuel Stiftung

Gesetzesverstöße sind nirgends Kavaliersdelikte. Gerade im Ausland, etwa in Indien, erwarten Delinquenten oftmals Gefängnisse, die von mangelhafter Ausstattung und schlechten hygienischen Zuständen geprägt sind. Im Rahmen ihres verpflichtenden sozialen Engagements haben unsere indischen Auszubildenden Ratesh und Ruby sich einen persönlichen Eindruck davon machen können, wie sich das Leben in den Gefängnissen des Landes gestaltet:

„Am 7. Juni waren wir zunächst sehr besorgt, als unser Ausbilder uns mitteilte, dass wir unsere soziale Arbeit im Tihar Gefängnis Nr. 5 verrichten würden. Das Tihar Gefängnis ist der größte Gefängniskomplex in Südasien. Das Gebäude 5 ist für 18-21-jährige Jugendliche angelegt worden – also für genau unsere Altersgruppe. Manche der Insassen sollten sogar aus unseren Vierteln stammen.

Schnell wurde uns jedoch klar, dass die Gemeinsamkeiten zwischen uns und den gefangenen Jugendlichen Grenzen haben:  Zwar teilen wir die gleichen Ambitionen und Wünsche wie auch die Frustration angesichts der großen ökonomischen Unterschiede in der indischen Gesellschaft. Aber: Die jugendlichen Insassen des Tihar Gefängnisses haben Gewalt und illegale Aktivitäten gewählt, um ihren Weg zu gehen. Wir aber haben uns für die Samuel Stiftung entschieden – und damit für die Orientierungs- und Handlungshilfe, die die Stiftung uns im Rahmen der Ausbildung gibt. Es macht uns betroffen, uns vorzustellen, dass wir in einer ähnlichen Lage wie die Gefangenen sein könnten, wenn wir nicht auf die Samuel Stiftung getroffen wären.

Unser soziales Engagement im Tihar Gefängnis Anfang Juni war kulturell angelegt: Wir haben mit den gefangenen Jugendlichen eine Tanzchoreographie einstudiert. Insgesamt erstaunte es uns sehr, auf welch offene Atmosphäre wir im Gefängnis trafen, denn sie war von großer Disziplin geprägt, und auch die Aufseher taten alles, damit wir uns willkommen und ermutigt fühlten. Eine schöne Überraschung hielten die Jugendlichen des Gefängnisses auch für uns bereit, denn sie hatten ihrerseits ein Stück eingeübt, das sie mit viel Talent und Engagement vortrugen.“

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