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Deutschland

Körpersprache unterstützt die Kommunikation

Hedwig und Robert Samuel Stiftung

Geflüchtete performen beim Theaterfestival

„Das war wirklich ein Super-Erlebnis für uns alle und hat die Truppe noch weiter zusammengeschweißt“, freut sich Tanja Meurers, Mitarbeiterin der Samuel Stiftung. Die 32-jährige Theaterpädagogin spricht von der Teilnahme am Theaterfestival „Willkommen Anderswo III“, das vom 4. – 7. Mai in Bautzen stattgefunden hat.

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater aus Bautzen hatte acht Projekte mit geflüchteten und einheimischen Jugendlichen aus ganz Deutschland eingeladen und insgesamt 180 Theaterschaffende, darunter 130 Kinder und Jugendliche, kamen. Sämtliche Stücke entstanden an etablierten Theatern, darunter renommierte Häuser wie das Maxim Gorki Theater oder die Münchner Kammerspiele. Ein Festival wie dieses hat es in Deutschland noch nie gegeben.

Mit dabei war auch das Junge Schauspiel aus Düsseldorf, das mit insgesamt 17 jungen Menschen im Alter von 14 bis 23 Jahren aus den Ländern Syrien, Afghanistan, Deutschland, Iran, Irak und Japan Teil des Festivals war. Diese Teilnehmer rekrutierten sich auch aus dem Café Eden, eine Begegnungsstätte im Schauspielhaus Düsseldorf, das von der Hedwig und Robert Samuel Stiftung unterstützt wird. Das Café Eden existiert seit September 2016 und ist ein Begegnungsort für Geflüchtete und alle Düsseldorfer. Gleichzeitig ist es ein gastfreundlicher Ort der Verständigung, der gesellschaftlichen Debatten und der neugierigen Begegnung mit Künsten und Kulturen.

Lesen Sie hier mehr über das von der Samuel Stiftung geförderte Projekt „Café Eden“.

Tanja Meurers fungiert für die Samuel Stiftung als Schnittstelle zum Düsseldorfer Schauspielhaus. Die engagierte Theaterfrau ist zum Beispiel immer dabei, wenn jeden Montag das Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses zur Begegnungsstätte Café Eden umgebaut wird. Hier hat sie auch viele Geflüchtete für das Theaterprojekt begeistern können, das dann am Freitag, den 5. Mai 2017 in Bautzen aufgeführt wurde.

„Das Andere will kommen“, so hieß das 45-minütige Theaterstück, das vor allem von den Ideen und Phantasien der  Laiendarsteller geprägt war und grundsätzliche Fragen in den Mittelpunkt stellte: In welcher Welt will ich leben? Bin ich lieber hier oder anderswo und welche Welt entsteht durch Musik, Tanzen, Spielen und Sprache? Mehrsprachigkeit begleitete die gesamte Probenzeit und beeinflusste auch die Inszenierung, die vor allem eine Sprache nutzte, die jeder kennt: die Körpersprache.

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