Die Stifter
Die Stiftung geht auf das Düsseldorfer Ehepaar Robert und Hedwig Samuel zurück. Der jüdische Kaufmann Robert Samuel (geboren 1871 in Düsseldorf) war im Import und Verkauf von Tabakwaren tätig und belieferte unter anderem den Württembergischen Königshof. 1927 bestimmte er testamentarisch die Gründung der Stiftung. Nach dem Tode der kinderlos gebliebenen Eheleute sollte die Stiftung wohltätigen Zwecken dienen und insbesondere „Witwen und Waisenkindern, Siechhäusern, Altersheime[n]" helfen. Als finanziellen Grundstock brachte er das Hohenzollernhaus in die Stiftung mit ein.
Nach dem Tod von Robert Samuel im Januar 1931 wurde die Stiftung am 3. Juni 1932 mit Genehmigung des preußischen Justizministeriums gegründet. In der Folgezeit versuchten Behörden und nationalsozialistische Organisationen Zugriff auf das vermeintlich jüdische Vermögen zu erlangen. Die staatlichen Organe blockierten sich jedoch gegenseitig und da der Stiftungszweck wohlweislich nicht auf jüdische Menschen beschränkt war, überdauerte die Stiftung glücklich das Dritte Reich.


