Ausbildungsschwerpunkte
In Indien hat sich die Stiftung ausschließlich auf die Berufsausbildung Dress
Designing konzentriert. Die Auszubildenden erhalten ein kompaktes einjähriges
Vollzeittraining in Schneiderei und Modedesign. Die Samuel-Stiftung hat sich
dabei bewusst für
ein eigen entwickeltes Ausbildungsprogramm und damit gegen den offiziellen
Lehrplan der indischen Behörden entschieden. Die staatlichen Lehrpläne entsprachen
in keiner Weise mehr den gegenwärtigen Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes.
Während der Ausbildung erlernen die Auszubildenden das Anfertigen verschiedener Kleidungsstücke, Schnitt- und Mustererstellung, Zuschnitt und Nähen, Kleiderveredelung und mehr. Sie werden mit der Bedienung der gebräuchlichen Maschinen und Werkzeuge vertraut gemacht und können im Anschluss an die Fachausbildung ihre erlernten Fähigkeiten unter Praxisbedingungen erproben. Die Vermittlung von Computerkenntnissen und Englischkurse runden das Ausbildungsprogramm ab.



Parallel zur Fachausbildung finden zudem – wie überall an den Standorten der Samuel-Stiftung – wöchentliche Persönlichkeitstrainings statt. Die Jugendlichen sollen in allen Belangen auf das Arbeitsleben vorbereitet sein. Gerade in Indien haben Mitglieder der ärmeren Gesellschaftsschichten, aus denen sich die
Jugendlichen rekrutieren, vergleichsweise wenig Selbstvertrauen, Weltoffenheit, kommunikative Fähigkeiten, Selbstsicherheit und Geschäftstüchtigkeit. Diese gilt es aber zu stärken, wenn sich insbesondere die jungen Mädchen auf dem Arbeitsmarkt behaupten wollen.





