Gestiegene Lebensmittelpreise setzen den Auszubildenden zu

Die Preise für Lebensmittel steigen und steigen. In den vergangenen Wochen war es deshalb zu Unruhen in Nordafrika, Lateinamerika und Asien gekommen. Auch die Familien unserer Auszubildenden sind von stetig steigenden Kosten betroffen. Damit wächst der Druck auf die Auszubildenden, sofort Geld zu verdienen und zum Familieneinkommen beizutragen. Das bedeutet aber auch, dass die Jugendlichen ihre Ausbildung abbrechen und damit ihre Chance auf ein späteres besseres Leben endgültig begraben müssten.
In Indien sind innerhalb von nur drei Monaten die Preise für die Grundnahrungsmittel Reis, Brot und Linsen um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Ein Ende der Preisspirale ist nicht absehbar. „Die Bevölkerungsgruppe, aus der unsere Auszubildenden kommen, wendet durchschnittlich 60 Prozent ihres Einkommens für Essen auf“, weiß Neha Tewari, unsere Landesleiterin in Indien. „Kein Wunder, dass das schnell Existenz bedrohend wird.“ Auch wenn die Stiftung die gesamten Ausbildungskosten für die Jugendlichen trägt, kann sie natürlich nicht auch noch deren Familien finanzieren. Verschärft wird das Problem durch die Benzinpreise, die gerade den Transport vom Haus zum Ausbildungszentrum seit Monaten stetig verteuern.
In Thailand ist die Situation kein bisschen besser. Unser Landesleiter in Lampang, Gerd Mathia, verweist darauf, dass sich Preise für zahlreiche Lebensmittel in den letzten 6 Monaten verdoppelt haben. Die Bauern profitieren von den Preissteigerungen, müssen aber inzwischen nachts Wachen auf ihren Feldern aufstellen, um den nächtlichen Reis-Diebstahl durch organisierte Banden zu unterbinden. Für Menschen, die keine oder nicht genug Ackerland besitzen, wird die Situation zunehmend kritisch. „Die Verschuldung der privaten Haushalte ist dramatisch angestiegen“, sieht Gerd Mathia auch in seiner direkten Umgebung. Und auch die Stiftung spürt die Auswirkungen, insbesondere da sie in Thailand die Familien der Schulkinder direkt in der Lebenserhaltung unterstützt. „Obwohl wir - schon wegen der begrenzten finanziellen Mittel - sehr auf unsere Ausgaben achten müssen, und im Laufe der Zeit vieles schon gar nicht mehr gekauft haben, haben sich unsere Ausgaben in dem Bereich in den letzten 1 bis 2 Jahren um 50 Prozent erhöht“, so Gerd Mathia.
Wenn Sie die Familien unserer Schulkinder in Thailand direkt in der Beschaffung von Lebensmitteln und Kochgas unterstützen wollen, spenden Sie an:
Empfänger: Samuel-Stiftung
Kontonummer: 390 805 005
Deutsche Bank
BLZ: 300 700 24
Stichwort: Lebensmittel für Familien in Thailand

